Leben

Entscheidung treffen: 9 Tipps für leichteres Entscheiden

Du stehst vor einer Entscheidung, bei der du wirklich nicht weisst, wie du dich entscheiden sollst? Diese Situation kenne ich nur zu gut. Gerade jetzt stecke ich in dieser Situation, dass ich eine schwierige Entscheidung treffen muss, die einschneidenden Einfluss auf mein Leben haben wird.
Im Web habe ich mich etwas über das Thema «Entscheidungen treffen» umgesehen und schreibe nun hier diesen Blogartikel dazu. Vielleicht hilft der Artikel auch dir dabei, deine Entscheidung besser treffen zu können.

Jeden Tag treffen wir unzählige von Entscheidungen. Dazu gehören ernsthafte Entscheidungen wie beispielsweise die Berufswahl, aber auch alltägliche Entscheidungen wie die Wahl des Frühstücks oder der Kleidung.

WER DIE WAHL HAT, HAT DIE QUAL
Heutzutage gibt es unzählige Wahlmöglichkeiten. Das Angebot in Einkaufsläden und Malls ist endlos. Immer neue Produkte kommen auf den Markt, welche noch mehr Entscheidungen mit sich bringen. Auch beruflich gibt es immer mehr Optionen mit neuen Studiengängen oder neuen Berufsfelder, welche die Berufswahl oder Weiterbildung immer schwerer machen.
Und bei der Partnerwahl lassen sich viele Menschen ebenfalls diverse Optionen offen mit Dating-Apps und sozialen Medien, die immer neue Möglicheiten bieten. Bei so viel Auswahl fällt es schwer, sich auf etwas festzulegen.

ICH KANN MICH NICHT ENTSCHEIDEN
Was soll ich heute Anziehen? Welche Frisur soll ich heute tragen? Gehe ich mit dem Velo zur Arbeit oder heute doch lieber mit dem Auto? Was koche ich heute und auf was habe ich Lust?
Jeden Tag gibt es unzählige Entscheidungen, die man treffen muss. Einige sind leichter zu treffen, während andere ein bisschen Bedenkzeit benötigen. Wichtige Lebensentscheidungen sind schwerer zu treffen, dennoch ist langes Nachdenken nicht immer förderlich.
Wer zu viele Entscheidungen am Tag zu treffen hat, wird auf Dauer unglücklich.

ENTSCHEIDUNGSFRUST
Wer sich für etwas entscheiden muss, schliesst damit diverse andere Optionen aus. Es tauchen Fragen auf wie: «Was wäre, wenn ich mich für eine andere Option entschieden hätte?» Verlustangst führt dann oft zum Entscheidungsfrust. Das Treffen von Entscheidungen ist niemals leicht. Ständig besteht die Sorge, die falsche Entscheidung zu treffen und eine große Chance zu verpassen. Damit du deine Entscheidung treffen kannst, hier ein paar Tipps und Methoden, die es dir erleichtern können.

RICHTIG ODER FALSCH?
Ich glaube das gibt es nicht. Jede Entscheidung ist einfach nur eine Entscheidung. Jede Entscheidung kann man wieder verändern. Auch wenn man im Nachhinein merkt, dass die Entscheidung vielleicht doch nicht die richtige Wahl war, war die Entscheidung nicht falsch, sondern sie hat zum Prozess dazugehört. Wichtig ist, dass man weiss, dass man alles selber in den Händen hat und sich wieder neu Entscheiden kann.
Zudem gibt es nicht immer nur schwarz und weiss. Manche Entscheidungen können auch mit einem Kompromiss gelöst werden. Und übrigens ist für dein einen etwas Richtig, was der Andere wiederum als falsch hält. Jeder muss also für sich entscheiden.

TIPP 1: BAUCHGEFÜHL
Um eine Entscheidung treffen zu können, ist es von Vorteil, wenn nicht nur dein Verstand, sondern auch dein Bauchgefühl daran beteiligt sind. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Gefühle bei der Entscheidungsfindung von Bedeutung sind. Das Unterbewusstsein trägt seinen Teil dazu bei, die richtige Entscheidung zu treffen. Hat dein Bauchgefühl und dein Unterbewusstsein bei der Entscheidung mitgewirkt, sind sie meistens besonders gut.
Allgemein solltest du Entscheidungen eher mit dem Bauch als mit dem Kopf treffen. Überlässt du deinem Verstand die Entscheidung, fallen ihm mit Sicherheit immer neue Faktoren ein, die in deine Entscheidung einfließen sollten. Zu viele Informationen sorgen allerdings nur für Verwirrung und Stress. Stress sorgt wiederum für unüberlegte Entscheidungen. Oftmals hilft es, Entscheidungen schnell zu treffen, damit sich der Verstand nicht zu lange an unwichtigen Details aufhält.

TIPP 2: ZIEL ZUR MOTIVATION
Hast du ein Ziel? Dann verrät dir dieses Ziel, wohin die Reise gehen soll. Und somit wird es auch einfacher Entscheidungen zu treffen. Wer ein Ziel vor Augen hat, ist motivierter. Hast du noch kein Ziel? Dann setzte dich doch einfach mal mit deinen Wünschen auseinander. Stelle dir Fragen wie: Was ist meine Leidenschaft? Was möchte ich im Leben erreichen? Welche Werte sind mir wichtig? Wo möchte ich sein?
Wenn du Antworten zu diesen Fragen hast, wird es dir leichter fallen, Entscheidungen zu treffen. Denn deine «richtige» Entscheidung ist häufig die, die dich deinem Ziel näher bringt.

TIPP 3: STRESS VERMEIDEN
Stress kann ENtscheidungen negativ beeinflussen und zu unüberlegten Handlungen führen. Wenn du dich durch stressige Situationen gedrängt fühlst schnell zu reagieren, kann dies das rationale Denkvermögen blockieren und zu impulsiven Entscheidungen führen, die du im Nachhinein bereuen könntest. Versuche also, wenn du in Stresssituationen wichtige Entscheidungen treffen musst, für Stressbewältigung zu sorgen. Tiefes Durchatmen und das Kauen von Kaugummi können hier schon für Erleichterung sorgen. Wenn immer möglich, vermeide also eine Entscheidung unter Stress und versuche deine Wahl gut gelaunt zu treffen. 

TIPP 4: SICH FEHLENTSCHEIDUNGEN VERZEIHEN KÖNNEN
Auch wenn du einmal eine Fehlentscheidung getroffen hast, solltest du nicht daran verzweifeln. Denn wie oben schon erwähnt. Ein Richtig oder Falsch gibt es nicht. Oft ist es in dem Moment der Entscheidungsfindung die plausibelste Option. Wichtig ist, dass du erkennst, was zu der Fehlentscheidung geführt hat. Was für Faktoren haben zu deiner Entscheidung geführt? Hast du dich von äusseren Umständen beeinflussen lassen? Musstest du unter Stress eine Entscheidung fällen? Hast du nicht auf dein innerstes gehört?
Jetzt ist es wichtig, dass du deine damals gefällte Entscheidung akzteptierst, den Kopf nicht in den Sand steckst und abwägst, ob es eine neue Entscheidung braucht.

Wenn man aufhört durchs Leben zu hetzten, wird man erstaunt sein, für wie viel mehr Leben man plötzlich Zeit hat.

TIPP 5: DARÜBER SCHLAFEN
Gute Entscheidungen werden häufig im Schlaf getroffen, denn dann hat das Unterbewusstsein einen ganz entscheidenden Einfluss bei der Entscheidungsfindung. Das Unterbewusstsein kann komplexe Sachverhalte oft umfassender Begreifen als der Verstand, vor allem wenn dieser zeitgleich mit anderen Dingen beschäftigt ist. Über Nacht kann das Unterbewusstsein die Informationen, die für die Entscheidungsfindung wichtig sind, verarbeiten. Also, dann schlaf mal drüber…

TIPP 6: NICHT AUFSCHIEBEN
Du solltest allerdings nicht zu lange warten. Je länger du über eine Entscheidung nachdenkst, umso mehr Faktoren fallen dir ein, die auf die Entscheidung Einfluss nehmen können. So kann es dann auch mal passieren, dass man den Überblick verliert und gar nicht mehr weiss, was man überhaupt will. Um dies zu vermeiden, solltest du also deinen ersten Eindruck in die Entscheidung einfliessen lassen.

TIPP 7: PRO-UND-KONTRA-LISTE
Wer kennt sie nicht. Die Pro-und-Kontra-Liste ist wohl das gängigste Hilfsmittel, um schwierige Entscheidungen zu treffen. Auf der Pro-und-Kontra-Liste kannst du Punkte die dafür und dagegen sind festhalten und visualisieren. Beim Ausfüllen solltest du ganz ehrlich zu dir sein. Wenn du eher Punkte dafür als dagegen suchst, hast du deine Entscheidung unterbewusst schon getroffen. Mit der Liste kannst du herausfinden, wie du zu einer Entscheidung stehst. Auch wenn die Entscheidung sich rational als die richtige erweist, kann dein Bauchgefühl dagegen sprechen. In diesem Fall lohnt es sich, auf das Bauchgefühl zu hören.

TIPP 8: 10ER MODELL
Kennst du diese Methode? Die ist auch ganz hilfreich, indem du dich selbst fragst, wie du in 10 Minuten, 10 Monaten und in 10 Jahren über deine Entscheidung denkst. Stelle dir in deinen Gedanken den Zeitsprung vor und schaue, was du dann über deine Entscheidung denkst? Bist du froh über diese Entscheidung? Bringt sie dich dahin, wo du in zehn Jahren stehen möchtest? Einige Entscheidungen können sich zuerst als «falsch» anfühlen, können aber langfristig die richtige Entscheidung sein. Diese Methode hilft dir dabei, dein Ziel vor Augen zu behalten.

TIPP 9: WELCHER MENSCH WILL ICH SEIN
Wir lassen jetzt folgende Frage mal sein: „Welches ist die bessere Entscheidung?“ Die Entscheidung ist schwer, weil es keine bessere Alternative gibt. Es gibt keine bessere Alternative, weil es für jede Alternative gute Gründe gibt.
Deshalb fragen wir uns stattdessen jetzt: «Welcher Mensch will ich sein.» Mit dieser Frage findest du heraus, welche Gründe für dich wichtiger sind. Du findest heraus, welcher Mensch du sein willst und welche Entscheidung zu diesem Menschen passt. In dem Moment ist egal, welche Alternative besser ist, denn du entscheidest, welche Gründe für die jeweilige Alternative dir wichtiger sind. Und jetzt fällst du deine Entscheidung nicht mit einer Pro und Kontra Liste mit Vor- und Nachteilen, sondern indem du entscheidest, wer du lieber sein möchtest. Zwei Beispiele:

  • Möchtest du die Frau sein, die ein gewisses Risiko eingeht, weil sie sich unbedingt ihren Traum von der Selbständigkeit erfüllen möchte? Oder:
  • Möchtest du die Frau sein, die in ihrem Angestellten-Job bleibt, weil auch der Spaß macht und ein angenehmes Leben bietet?
    Oder
  • Möchtest du der Mann sein, der bei seiner Frau bleibt, die Verantwortung, die er einmal für diese Beziehung übernommen hat, weiterträgt? Der vielleicht eine Paartherapie macht? Der versucht, seiner langjährigen Beziehung wieder eine neue Qualität zu geben? Oder:
  • Möchtest du der Mann sein, der alleine einen Neuanfang macht? Der die Beziehung hinter sich lässt? Der neu herausfindet, welches Leben noch möglich wäre? Ohne diese Partnerin?

Wichtig dabei ist:
Das kannst nur du entscheiden. Niemand anderes kann dir sagen, welcher Mensch du sein willst.

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