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Perfektionismus und ADHS - wenn nichts jemals gut genug ist.

«Ich hätte es noch besser machen können.»

Kennst du diesen Gedanken? Du hast viel Zeit und Energie in etwas investiert. Vielleicht war es ein Projekt bei der Arbeit, ein Geschenk, eine Präsentation oder sogar nur eine E-Mail. Andere finden das Ergebnis gut oder sogar grossartig. Doch statt stolz zu sein, siehst du vor allem, was noch fehlt oder was du hättest besser machen können.

Viele Menschen mit ADHS kennen dieses Gefühl.

Dabei wirkt ADHS von aussen oft eher chaotisch oder unorganisiert. Perfektionismus wird deshalb häufig nicht sofort damit in Verbindung gebracht. Doch gerade Menschen mit ADHS kämpfen oft mit besonders hohen Ansprüchen an sich selbst.


Selbstbewusstsein entsteht nicht durch Perfektion...
Perfektionismus entsteht oft nicht aus Ehrgeiz, sondern aus dem Wunsch, keine Fehler zu machen und endlich gut genug zu sein.

Woher kommt dieser Perfektionismus?

Viele Betroffene haben im Laufe ihres Lebens immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sie etwas vergessen, übersehen oder anders machen als andere.

Vielleicht mussten sie sich häufiger anhören:

  • «Streng dich mehr an.»

  • «Du könntest mehr leisten.»

  • «Warum kannst du nicht einfach daran denken?

Mit der Zeit entsteht oft der Wunsch, Fehler um jeden Preis zu vermeiden. Alles soll perfekt sein. Nichts darf vergessen werden. Niemand soll merken, wie viel Kraft manche Dinge eigentlich kosten.

Doch dieser Anspruch hat seinen Preis.

Wenn Perfektionismus zur Bremse wird Perfektionismus klingt zunächst nach etwas Positivem. Schliesslich möchte man gute Arbeit leisten. Das Problem beginnt dann, wenn die eigenen Ansprüche so hoch werden, dass sie mehr blockieren als helfen.

Manche Menschen überarbeiten Aufgaben immer wieder, obwohl sie längst gut genug wären. Andere beginnen gar nicht erst, weil sie Angst haben, den eigenen Erwartungen nicht gerecht zu werden.

Ausserdem kostet Perfektionismus enorm viel Energie. Wer ständig versucht, alles richtig zu machen, lebt oft mit dem Gefühl, nie wirklich anzukommen. Egal wie viel erreicht wurde - es scheint nie genug zu sein.


Manchmal darf eine Aufgabe einfach erledigt sein, statt perfekt.

Warum «gut genug» manchmal die bessere Lösung ist

Perfektion gibt es nicht. Trotzdem verbringen viele Menschen mit ADHS einen grossen Teil ihrer Zeit damit, ihr nachzujagen. Dabei entsteht Entwicklung oft nicht durch Perfektion, sondern durch Ausprobieren, Lernen und Erfahrungen sammeln. Fehler gehören dazu.

Manchmal darf eine Aufgabe einfach erledigt sein, statt perfekt. Manchmal reicht ein erster Schritt, statt auf den perfekten Moment zu warten. Und manchmal dürfen wir uns bewusst daran erinnern, dass unser Wert nicht davon abhängt, wie fehlerfrei wir funktionieren.


Mehr Selbstvertrauen statt mehr Druck

Hinter Perfektionismus steckt oft die Angst, nicht gut genug zu sein. Deshalb hilft es selten, sich noch mehr Druck zu machen. Viel hilfreicher ist es, die eigenen Ansprüche zu hinterfragen und mit mehr Verständnis auf sich selbst zu schauen. Selbstvertrauen entsteht nicht dadurch, dass wir alles perfekt machen. Es wächst, wenn wir lernen, uns auch dann anzunehmen, wenn nicht alles perfekt läuft.



Du musst nicht perfekt sein

Im Coaching begleite ich Menschen mit ADHS dabei, ihre Muster besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit sich selbst zu finden.

Denn das Ziel ist nicht Perfektion.

Das Ziel ist ein Leben mit mehr Leichtigkeit, mehr Selbstvertrauen und weniger ständigem Druck.

Ich wünsche dir, dass du dir selbst erlaubst, nicht perfekt sein zu müssen. Denn oft ist «gut genug» nicht nur ausreichend - sondern genau richtig. 😉




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Tina Kissling - Hilfe bei ADHS
Kissling Tina Coaching für ADHS

Tina Kissling
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