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Warum viele Menschen mit ADHS ständig erschöpft sind.

«Ich bin doch gar nicht so viel beschäftigt - warum bin ich trotzdem so müde?»

Viele Menschen mit ADHS kennen dieses Gefühl. Sie schlafen ausreichend, versuchen ihren Alltag zu bewältigen und funktionieren nach aussen oft ganz normal. Trotzdem fühlen sie sich häufig erschöpft, ausgelaugt oder dauerhaft unter Strom.

Manchmal verstehen sie selbst nicht, warum sie so müde sind. Schliesslich leisten andere scheinbar viel mehr und wirken dabei deutlich entspannter. Doch Erschöpfung hat nicht nur damit zu tun, wie viele Aufgaben wir erledigen. Sie hat auch damit zu tun, wie viel Energie unser Gehirn dafür aufbringen muss.


Selbstbewusstsein entsteht nicht durch Perfektion...
Manchmal macht uns nicht die Menge der Aufgaben müde, sondern die ständige Anstrengung, alles im Kopf zu behalten und gleichzeitig zu funktionieren.

Wenn der Kopf nie wirklich Pause macht

Menschen mit ADHS denken oft an viele Dinge "gleichzeitig". Während andere sich auf eine Aufgabe konzentrieren, laufen im Hintergrund bereits die nächsten Gedanken: Habe ich an den Termin gedacht? Was muss ich morgen noch erledigen? Sollte ich diese Nachricht beantworten? Wo habe ich eigentlich meine Schlüssel hingelegt?

Dazu kommen häufig Reize aus der Umgebung, die unbewusst verarbeitet werden. Geräusche, Gespräche, Bewegungen oder Gedanken konkurrieren ständig um Aufmerksamkeit. Das Gehirn arbeitet auf Hochtouren - oft auch dann, wenn es von aussen gar nicht sichtbar ist.

Die unsichtbare Anstrengung Viele Menschen mit ADHS haben gelernt, ihre Schwierigkeiten zu kompensieren. Sie erstellen Listen, Erinnerungen und Notizen. Sie kontrollieren Dinge mehrfach. Sie geben sich besonders viel Mühe, pünktlich zu sein oder nichts zu vergessen.

Oft versuchen sie zudem, sich anzupassen und nach aussen möglichst organisiert zu wirken.

Diese ständige Anstrengung bleibt für andere meist unsichtbar. Der Energieverbrauch hingegen nicht.

Wer ständig gegen sich selbst kämpft, hat weniger Kraft für die Dinge, die wirklich wichtig sind.

Wenn Selbstkritik zusätzliche Kraft kostet

Zur Erschöpfung kommt häufig noch etwas anderes hinzu: der innere Druck.

Viele Betroffene machen sich Vorwürfe, wenn etwas nicht gelingt. Sie vergleichen sich mit anderen und fragen sich, warum scheinbar einfache Dinge so viel Kraft kosten. Doch Selbstkritik verbraucht ebenfalls Energie.

Wer ständig gegen sich selbst kämpft, hat weniger Kraft für die Dinge, die wirklich wichtig sind.


Mehr Verständnis statt noch mehr Druck

Erschöpfung bedeutet nicht automatisch Faulheit, mangelnde Motivation oder fehlende Belastbarkeit. Manchmal ist sie ein Zeichen dafür, dass wir schon sehr lange versuchen, mehr zu leisten, als eigentlich möglich ist.

Deshalb kann es hilfreich sein, die eigenen Grenzen besser kennenzulernen, bewusste Pausen einzuplanen und die Erwartungen an sich selbst zu hinterfragen. Nicht alles muss perfekt erledigt werden. Nicht jeder Tag muss gleich produktiv sein.

Und manchmal ist eine Pause genau das, was wir brauchen, um langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben.


Du musst nicht ständig funktionieren

Im Coaching begleite ich Menschen mit ADHS dabei, ihre Herausforderungen besser zu verstehen und Strategien zu entwickeln, die wirklich zu ihnen passen. Denn oft geht es nicht darum, noch mehr zu leisten. Sondern darum, mit der vorhandenen Energie achtsamer umzugehen und sich selbst mit mehr Verständnis zu begegnen.

Ich wünsche dir, dass du deine Erschöpfung nicht als Schwäche betrachtest, sondern als Einladung, besser auf dich selbst zu achten. 😉




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Tina Kissling - Hilfe bei ADHS
Kissling Tina Coaching für ADHS

Tina Kissling
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