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So war meine Safari in Tansania

Was erwartet mich auf Safari in Tansania? Wie wird es sein? Ich war so gespannt auf die 5-Tages-Safari die ich vor Ort gebucht habe. Ich konnte es kaum abwarten und freute mich wie ein kleines Kind sich auf Weihnachten freut.


Tansania, Zebras, Tarangire Nationalpark
Ich habe unglaubliche Tiersichtungen während der Safari in Tansania gemacht! Foto: Tina Kissling

Endlich war er da, der Tag des Safari-Starts. Morgens früh wurde ich im Hostel abgeholt von dem Guide und Fahrer Elias. Ich und Emma, eine andere Safariteilnehmerin vom selben Hostel, nahmen im grossen Toyota platz. Da wir die Ersten waren, konnten wir unsere Plätze aussuchen. Ich entschied mich für die vorderste Reihe, dem Platz gleich hinter dem Fahrer. Als nächstes holten wir in einem anderen Hostel noch ein Paar ab, welches mit uns die 5-Tages-Safari machte.


„Die Safari habe ich erst vor Ort gebucht.”

In meinem ausführlichen und authentischen Bericht erzähle ich dir von meiner Safari-Reise, welche Tiere ich gesehen habe, welche Parks ich besucht habe und wie es mir gefallen hat. Wie gesagt sind es meine Erlebnisse, die ich mit dir teile. Das heisst nicht, dass du das genauso siehst und empfindest. Hier siehst du die einzelnen Kapitel meiner Erzählung von der Safari in Tansania. 1 Safari vor Ort gebucht 2 Safari nach Budget

3 Tiere im Camp

4 Tarangire Nationalpark

5 Affen auf der Strasse

6 Gepard am Ausruhen

7 Camp und Zelt

8 Serengeti ich komme

9 Löwenbabys unter dem Baum

10 Ein magischer Moment

11 Löwengruppe beim Auto

12) Wundervoller Sternenhimmel

13) Serengeti – Heimat der Löwen

14) Löwenbabys mit Mutter

15) Serengeti in 24 Stunden

16) Gepard am Strassenrand

17) Elefant im Camp

18) Ngorongoro Crater Conservation Area

19) Letzte Nacht im Zelt

20) Lake Manyara

21) Fazit Safari in Tansania


1) Safari vor Ort gebucht Der Safari-Jeep hat 6 Plätze und einen Platz vorne neben dem Fahrer. Es gibt also Platz für insgesamt 7 Teilnehmer. Wir waren jedoch nur 4 und hatten so viel Bewegungsfreiheit im Auto. Die Safari habe ich erst vor Ort gebucht, während meiner Freiwilligenarbeit in Arusha. Bewusst habe ich die Safari nicht schon zu Hause gebucht, da ich mir vor Ort zuerst ein Bild über die Angebote machen wollte. Wer jedoch einfach für eine Safari nach Tansania fährt und anschliessend weiterreist, der bucht am Besten die Safari schon von zu Hause aus.

"Der Safari-Jeep in Tansania sieht anders aus, als der in Südafrika. Das Auto ist geschlossener und die Fenster lassen sich nicht sehr weit öffnen."

2) Safari nach Budget Da ich auf meiner Tansania-Reise auch etwas auf meine Ausgaben achten musste, habe ich mich bewusst für eine Safari in Zelten entschieden. Ist deutlich günstiger als in Lodges. Wer jedoch auf etwas Konform nicht verzichten möchte oder gar nicht gerne zeltet, der kann die etwas teurere Safari-Variante mit Lodges buchen. Auch bei den Lodges gibt es Preisunterschiede und man kann da auswählen zwischen Silber, Gold und Luxus…

3) Tiere im Camp

Für mich also kein Silber, Gold oder Luxus sondern Zelten. Ich freute mich auf das Abenteuer. Denn man sollte ja mindestens einmal im Jahr etwas machen, das man noch nie gemacht hat und auch mal über seinen Schatten springen. Ich fragte mich natürlich, wie das denn sein wird, so allein, in einem Zelt mitten im Park. Denn übernachtet wurde, ausser einmal, mitten im Park. Die Wildtiere haben Zugang zum Camp und es gibt keine Abschrankungen. Passiert sei jedoch noch nie etwas. Aber es kann durchaus vorkommen, dass man in der Nacht beim Gang auf die Toilette einer Zebraherde begegnet, dass man Hyänen hört oder morgens vor dem Zelt ein Haufen Pups liegt, der vorher noch nicht da war. Natur pur und ich mittendrin.




"Hast du gewusst, dass in Tansania im September der Frühling beginnt, während bei uns zu Hause langsam der Herbst Einzug hält?"

Während ich jetzt hier sitze und den Blog schreibe, schweife ich mit meinen Gedanken wieder in der Vergangenheit und erinnere mich, wie schön das alles war. Ein Abendeuer, Natur, Tiere, eine aussergewöhnliche Erfahrung – einfach unvergesslich. Schön, dass ich das Erleben durfte und ich mit meinen Gedanken immer wieder dahin reisen kann.


Meine Safari-Reise war übrigens vom 2. bis 6. September 2023. Ideal für eine Safari, wenn du es gerne nicht zu heiss magst und wenn du es liebst, wenn die Bäume und Sträucher nicht grün sind und keine Blätter tragen. Ein Vorteil davon ist, dass du die Tiere besser sichtest, da sie sich so weniger hinter den grünen Sträuchern und Blättern verstecken können.


4) Tarangire Nationalpark

So fuhren wir am ersten Tag also los in den nahegelegenen Tarangire Nationalpark. Die Fahrt dauerte gute 2 Stunden und dann waren wir endlich da. Während der Fahrt sahen wir keine Tiere. Denn man muss sich das so vorstellen, dass man auf der «Hauptstrasse» zu dem Park fährt und dann in den Park eintritt. Die Eintritte in die Nationalparks sind in Tansania recht teuer. Es gibt beim Gate (beim Eingang in den Park) jedes Mal einen kurzen Stopp, da der Guide die Eintritte und das Administrative erledigen muss. Das ist noch Mals die letzte Gelegenheit die Toilette aufzusuchen, bevor es dann los geht. Die Toiletten waren übrigens in jedem Park immer sehr sauber und es gab auch westliche Toiletten und Toilettenpapier.


5) Affen auf der Strasse Etwa fünf Minuten nach Einfahrt in den Park sahen wir die ersten wilden Tiere. Es waren Paviane. Eine riesige Familiengruppe mit vielen Jungen die sich am Strassenrand und mitten auf der Strasse aufhielten. Da wurde gespielt, gegessen, gekämpft, geschlafen, geklettert, getrunken und sich gegenseitig gelaust, so wie man das von den Affen kennt. Man wusste gar nicht, wo man hinschauen soll. Überall bot sich ein super Fotosujet an. Ich versuchte mit meiner Kamera interessante Momente einzufangen. Doch manchmal ging es so schnell und schon war der Affe wieder weg… Auf der Weiterfahrt sahen wir noch mehr Paviane.


"Es war ein wunderschöner Anblick mit den verschiedenen Tieren gemeinsam beim Wasserloch!"


Doch dann bot sich uns ein Anblick, den ich nie mehr vergessen werde. Das war für mich einer der schönsten Momente auf der 5-Tages-Safari. Wir fuhren auf ein Wasserloch zu, welches etwas erhoben von der Strasse war. Auf dem kleinen Hügel standen auf einmal Zebras, Gnus, Impalas und am Ufer des Wasserlochs befanden sich Marabus. Die Zebras und Gnus standen zum Teil im Wasser und tranken davon. Die Impalas suchten bei Bäumen und Sträucher nach Futter und Schatten. Die Marabus (ein Vogel der zur Familie der Störche gehört) standen am Ufer und schlugen mit ihren Flügeln. Wilde Tiere die miteinander im Einklang Leben, vermischt und allesamt friedlich die Natur am Geniessen. Und genau das überwältigte mich beim Anblick. Es waren nicht meine Lieblingstiere, obschon ich Zebras und Gnus ganz gerne mag. Und doch war es ein wunderschöner Moment.


6) Gepard am Ausruhen

Natürlich sahen wir noch mehr Tiere während der Fahrt im Park. Giraffen, Elefanten, Gnus, Zebras… Auch die Landschaft hat mich sehr begeistert. Es gab ganz viele alte dicke Bäume, die sich Baobab nennen. Die sind echt schön und eindrücklich. Und dann gab Elias plötzlich Gas. Er sagte nicht wieso. Das ist in Tansania auch so eine Sache. Auf den Informationsaustausch wird hier nicht so grossen Wert gelegt. Oftmals wurden wir nicht genügend informiert. Die wichtigsten Infos hatten wir natürlich. Das war zum Beispiel, um welche Zeit es Nachtessen gibt und um welche Zeit wir morgens abfahren. Das wars dann auch schon… 😊 Jedenfalls haben wir auch hier keine Infos bekommen, weshalb er plötzlich so schnell fuhr. Ich wusste natürlich, von meinen 4 Wochen Safari im letzten Jahr in Südafrika, dass er wahrscheinlich über Funk eine Nachricht von einer Tiersichtung bekommen hat. Als wir ankamen, waren schon viele andere Autos da, versammelt um einen Baum. Unter dem Baum lag ein Gepard. Die sind richtig richtig lang. Der Gepard ruhte sich im Schatten des Baumes aus. Elias hat zwei bis drei Mal den Standort gewechselt, so dass wir immer eine andere Sicht auf den Geparden hatten. Es war schön anzusehen, wie sich das Tier in seiner natürlichen Umgebung ausruhte und sich von den Safari-Jeeps nicht stören liess.



7) Camp und Zelt

Mittagessen gab es im Park in einem extra dafür vorgesehenen Rastplatz mit Toiletten und Tischen. Es hatte viele Leute da. Ich glaube alle machen da Mittagspause. Das Essen (hatten wir im Auto dabei) war lecker. Nach einer etwa 45- bis 60-minütigen Pause ging es wieder weiter im Tarangire Nationalpark und wir sahen noch Mals viele Tiere. Etwa um 16 Uhr machten wir uns auf den Weg in das Camp und verliessen den Park. Auf der Hauptstrasse fuhren wir eine Stunde nach Mto wa Mbu. Im Camp wurde uns das Zelt zugeteilt und wir konnten Duschen und uns für das Nachtessen bereit machen. Das Wasser unter der Dusche war leider nicht mehr war. Lauwarm bis kalt. Aber ich war mir das ja schon gewohnt… 😊 Das Nachtessen war ganz ok. Es gab Reis, Gemüse, Poulet und Salat. Dieses Camp war übrigens nicht mitten im Park. Hier gab es also keine Tiere, die mitten in der Nacht auf dem Zeltplatz herumlaufen. Dafür vis a vis eine Diskotheke mit lauter Musik… Das Zelt bot Platz für 2 Personen. Ich hatte jedoch ein Zelt für mich allein. Im Zelt lag bereits eine Isoliermatte und ein Schlafsack. Eine Taschenlampe braucht man dringend, wenn man zelten geht. Ich war froh, dass ich meine nicht vergessen habe. So schlüpfte ich in den Schlafsack und war gespannt auf die erste Nacht.

„Man muss mit langen Fahrten zwischen den Parks rechnen ohne grosse Tiersichtungen…”

8) Serengeti ich komme Morgens um 8 Uhr ging es los mit dem Frühstück. Es gab Toastbrot, Melonen, Rührei, Marmelade, Pancakes, Honig, Schockosauce, Bananen, Kaffee, Tee und Saft. Meine Nacht im Zelt war gar nicht so schlecht. Ich hatte etwas Mühe mit Einschlafen, da die Musik laut war und ich mich zuerst an die Umgebungsgeräusche gewöhnen musste. Um 9 Uhr fuhren wir los Richtung Serengeti. Wir mussten zuerst durch das Ngorongoro Crater Naturschutzgebiet. Wir fuhren 5 Stunden Auto. Während den 5 Stunden sahen wir leider kaum Tiere. Um 14 Uhr gab es Lunch in einem dafür vorgesehenen Rastplatz. Wiederum hatten wir das Mittagessen dabei. Von da aus war es dann nicht mehr so weit in den Serengeti Nationalpark. Beim Eintritt in den Park gab es wieder einen kurzen Stopp und wir konnten ein Selfi machen mit dem Serengeti-Schild. Endlich angekommen in der Serengeti. Ich war ja richtig gespannt. Man hörte ja nur Gutes über den Park.



9) Löwenbabys unter dem Baum Kurz nach dem Eintritt in den Park entdeckten wir Löwen. Nicht einen. Nicht zwei. Viele lagen da und ruhten sich an der Sonne aus. Es waren sicher 6 Löwen. Auf der anderen Strassenseite lag noch einer. Und dann sahen wir, dass unter dem Baum, welcher direkt neben unserem Auto war, junge Löwenbabys lagen und sich ausruhten. Wegen dem Gestrüpp und den vielen Ästen konnte man nicht genau zählen, wie viele es waren. Mindestens 4, wenn nicht 6. Och waren die süss anzuschauen.


10) Ein magischer Moment

Ich fotografierte nicht nur die Jungen unter dem Baum, sondern auch die erwachsenen Löwen. Und plötzlich standen zwei gemütlich auf. Zum Fotografieren natürlich viel schöner, als wenn sie einfach liegen und nicht herschauen. Und es kam noch besser. Die Löwin und der Löwe machten sich gemütlich auf den Weg direkt auf uns zu. Das war der beste und schönste Moment auf meiner 5-Tages-Safari. Die beiden schlenderten gemeinsam durch das hohe Gras. Es war ein Traum und ein magischer Moment, den ich nie vergessen werde. Alles stimmte einfach, die Gelassenheit und Ruhe, die sie ausstrahlten, das gemütliche Tempo, in dem sie gingen (war ideal zum Fotografieren), das Sonnenlicht, der Himmel und der Hintergrund. Es war einfach nur WOW! Ich hatte keine Sekunde lang Angst. Die beiden Tiere kamen direkt auf uns zu und steuerten Richtung Baum. Es waren Mutter und Vater von den kleinen Löwenbabys. In aller Ruhe standen sie einen Moment lang da und legten sich dann anschliessend unter den Baum zu ihren Kleinen. Das war ein wirklich unvergesslicher Moment. Ich konnte viele schöne Fotos machen, während die beiden auf uns zu gingen. Sie haben sogar gekuschelt zusammen und ich konnte es mit meiner Kamera einfangen.

Mein Highlight und das schon kurz nach dem Eintritt in die Serengeti. Was wird noch kommen? Ich hatte keine Erwartungen und hoffte nicht, irgendwelche Tiere zu sehen. Ich wusste, dass es reine Glückssache ist und man einfach nehmen muss, was kommt. Und ich war ja jetzt schon häppy… 😊



11) Löwengruppe beim Auto Kurz nach der Weiterfahrt sahen wir erneut Löwen. Ich war so erstaunt schon wieder eine grosse Gruppe von Löwen zu sehen. Ich konnte es fast nicht glauben. Die Löwen überquerten die Schotter-Strasse und liefen ganz dicht an unserem Jeep vorbei. Eine Löwin legte sich sogar im Schatten des vorderen Autos einfach hin. Die Löwen waren alle sehr ruhig und gelassen. Auch jetzt hatte ich keine Sekunde lang Angst. Wir beobachteten die Löwen und ich konnte wieder schöne Fotos machen. Der Nachmittag in der Serengeti war toll. Es sind zwar lange Fahrten, aber man sieht unglaubliche Landschaften und hat die wundervollsten Tiersichtungen. Jedoch war er viel zu kurz, der Nachmittag in der Serengeti.

„Der Ngorongoro Crater mit seinem Naturschutzgebiet und der Serengeti Nationalpark lassen sich sehr gut kombinieren.”

 

12) Wundervoller Sternenhimmel

Um 18 Uhr waren wir im Camp, mitten im Park. Es gab keine Abschrankungen. Leider war es sehr stark bewölkt und man konnte den Sonnenuntergang nicht sehen. Elias sagte uns, dass wir in diesem Camp einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen könnten. Tja, das Wetter kann man nicht beeinflussen. Mit dem Handy habe ich jedoch ein tolles Foto von der Abendstimmung gemacht. Das Zelt das ich zugeteilt bekam, war etwas grösser als das Letzte. Wir hatten denselben Schlafsack. Nach dem Nachtessen, welches der Koch vor Ort in dem Camp zubereitet hat, holte ich meine Kamera aus dem Zelt und machte ein paar wundervolle Aufnahmen von dem sagenhaften Sternenhimmel. Man sah die Milchstrasse und die Sterne leuchteten so hell, wie ich das schon lange nicht mehr gesehen habe. Die zweite Nacht im Zelt. Ich hoffte, dass ich diese Nacht etwas besser schlafen konnte.



13) Serengeti – Heimat der Löwen

Um 6 Uhr früh gab es Frühstück und 30 Minuten später fuhren wir los zum Game Drive in der Serengeti. Auch heute sahen wir wieder viele Löwen. Die eine Gruppe war am Jagen und hat sich im hohen Gras verteilt. Sie beobachteten eine Gazelle. Und wir beobachteten die Gazelle und die Löwen. Langsam schlichen sie sich an, von verschiedenen Seiten. Die Gazelle hat jedoch Wind bekommen und sich aus dem Staub gemacht. Die Löwen jagten nicht hinterher. Die Gazelle war noch zu weit weg und es wäre zu anstrengend gewesen. Dann sahen wir eine Löwin an einem Wasserloch. Sie lag da und ruhte sich aus. Dann kam jedoch eine Gazelle und trank Wasser. Die Löwin beobachtete die Gazelle. Was wird jetzt geschehen? Wird die Löwin sich auf die Gazelle stürzen und ihr hinterherjagen? Nein. Vermutlich hat die Löwin erst vor kurzem gegessen. Sie beobachtete die Gazelle nur und liess sie ihren Weg gehen. Glück gehabt, kleine schöne Gazelle. 😊


"Natürlich gibt es nicht nur Löwen in der Serengeti."

14) Löwenbabys mit Mutter Schon wieder sahen wir Löwen. Dieses Mal eine Mutter und ihre etwa 6 jungen. Sie spazierten auf der Strasse, gingen über das Gras, in die Nähe zu einem Wasserloch und verweilten dann unter einem Strauch im Schatten. Einer der Kleinen hat so süss dagesessen und musste Gähnen. Es sah dann in der Kamera aus, als würde er brüllen. Wir liessen die Löwin und ihre Babys und fuhren weiter.


Dann sichteten wir Giraffen. Drei, vier… Nein, als wir näher kamen, sahen wir, dass es viel mehr waren. 9 Giraffen. Das habe ich noch nie gesehen. So viele auf einmal. Es war insgeheim ein Wunsch von mir, Giraffen in einem schönen Umfeld zu sehen, um schöne Fotos machen zu können. Und es gelang mir. Aus dieser Giraffensichtung hat es wunderschöne Fotos gegeben. Ich bin mehr als zufrieden. Auf der Weiterfahrt haben wir noch mehr verschiedene Tiere gesehen. Zum Beispiel Hippos (Nilpferde), Warzenschweine (Pumbas), Impalas, Gazellen, Secretary Bird, Geier und verschiedene kleine bunte Vögel.


15) Serengeti in 24 Stunden

Zum Mittagessen gingen wir wieder in unser Camp zurück. Der Koch hat uns was Feines gezaubert. Nach dem Essen mussten wir alles ins Auto laden und fuhren dann weiter. Elias ist recht schnell gefahren, da wir uns beeilen mussten. Man hat jeweils 24 Stunden Zeit im Park und muss zu der angegebenen Zeit wieder den Eingang verlassen. Dies wird dann auch jeweils schriftlich am Eingang bestätigt. Wenn man die Zeit überschreitet, kostet es noch Mals einen ganzen Tag Eintritt. Und wie gesagt, sind die Eintritte teuer. Also fuhr Elias recht schnell wieder in Richtung Ausgang vom Serengeti Nationalpark.


16) Gepard am Strassenrand

Doch dann, kurz bevor wir den Park verliessen, hatten wir noch einmal eine eindrückliche Tiersichtung. Am Strassenrand stand ein Gepard. Der Gepard war ganz nahe an unserem Auto. Er stand einen Moment einfach regungslos da und so hatte ich die Chance, ein tolles Foto von ihm zu machen. Dann schlenderte er gemütlich davon und ich machte sogar ein kurzes Video. WOW, was für ein schöner Moment. Denn letztes Jahr in Südafrika habe ich keinen einzigen Geparden gesehen. Und gestern lag der Gepard faul unter dem Baum, welcher nicht direkt an der Strasse war. Aber heute gabs eine richtig tolle Gelegenheit, den Geparden und seine Tränenspuren von nahe zu sehen. Die sind richtig lang die Tiere und sehen total athletisch aus. Man war ich happy mit dem heutigen Tag. Und so machten wir uns auf zum Ausgang der Serengeti und fuhren auf den Ngorongoro Krater hinauf zu unserem Camp.



17) Elefant im Camp

Als wir unser Zelt bezogen haben und ich von der Dusche kam, stand da mitten im Camp ein riesiger Elefant. Er stand bei einem grossen Wassertank, aus dem er trank und sich daran kratze. Er besuche das Camp regelmässig erzählte uns Elisas. Wir mussten einfach genügend Abstand halten zu ihm und durften uns ihm nicht nähern. Nach ein paar Minuten zottelte er wieder los und verschwand hinter den Büschen und Bäumen. Im Camp war es richtig kalt. Es wurde uns schon gesagt, dass man warme Sachen mitnehmen solle. Aber dass es so kalt ist, das hätten wir alle nicht gedacht. Zum Nachtessen hatte ich einen Pulli und meine Flies Jacke an und hatte noch nicht genügend warm. Auch die ganze Nacht beim Schlafen im Zelt war es richtig kalt. Und wenn ich kalt habe, kann ich nicht schlafen. Dementsprechend war dann also auch meine Nacht. Dafür sah ich am Morgen einen wunderschönen pinken und lila Himmel mit einem hell leuchtenden grossen Stern. Das war ein schöner Anblick.


"Die Aussicht von Oben herab in den Krater hat mich überwältigt!"

18) Ngorongoro Crater Conservation Area

Heute stand der Ngorongoro Krater auf unserem Tagesprogramm. Der Krater ist nicht wie die anderen Parks ein Nationalpark, sondern ein Schutzgebiet und ein Weltkulturerbe. Ngorongoro ist ein Einbruchkrater in Tansania am Rande der Serengeti. Er entstand, als an dieser Stelle ein Vulkanberg in sich zusammenbrach. Der Kraterboden liegt auf etwa 1700 Meter und die Seitenwände sind zwischen 400 und 600 Meter hoch, so dass die Kraterkante auf etwa 2300 Meter liegt. Der Durchmesser des Kraters beträgt zwischen 17 und 21 Kilometer. Insgesamt hat der Krater eine Fläche von 26'400 Hektar.

Die Aussicht, wenn man von der Kraterkante aus hinab in den Kraterboden schaut, ist gewaltig. Man erkennt die Wände, die runde Form und sieht den Magadi-See. Die unterschiedlichen Vegetationen im Krater sind eindrücklich. Durch das ausreichende Grundwasser im Kraterboden, gibt es ganz jährlich viel Weideland. Vorwiegend Grasfresser wie Antilopen, Zebras, Gazellen, Büffel, Flusspferde, Warzenschweine, Elefanten, Paviane und Wasserböcke lieben diesen Lebensraum. Und wo sich viele Grasfresser aufhalten, gibt es auch Fleischfresser wie Löwen, Geparde und Hyänen.



"Der Garten Eden Afrikas…"

Die Graslandschaften bieten eine unglaubliche Tierbeobachtung. Mir hat die Safari im Krater sehr gut gefallen. Die unterschiedliche Vegetation im Krater hat mich sehr fasziniert. An einem Ort war es grün und hatte Wasser, am anderen Ort war es wieder sehr steinig und kahl oder sandig. Es war sehr vielseitig, auch was die Tiersichtungen angeht. Man sagt nicht umsonst, dass der Ngorongoro Krater der «Garten Eden Afrikas» ist. Ich kann das durchaus verstehen und wenn es nach mir gegangen wäre, wären wir noch einen Tag länger im Krater geblieben.

Leider sahen wir die pinken Flamigoschwärme nur von weitem. Elias sagte, dass es keinen Weg gibt, der nahe zum Magadi-See führt. Und so musste ich durch mein grosses Objektiv die Tiere beobachten. Doch auch mit meinem grossen Rohr, waren die schönen Vögel noch viel zu weit weg und es gab leider nicht so tolle Fotos, wie ich mir das gewünscht habe.


Auch hatten wir Pech und sahen kein Nashorn. Im Ngorongorokrater habe man die besten Chancen, ein Nashorn zu sehen. Aber leider war an dem Tag irgendwie keins unterwegs… 😉


19) Letzt Nacht im Zelt Gegen 13 Uhr fuhren wir wieder los Richtung Ausgang, auf die Ngorongorokraterkante wo uns noch Mals ein wunderschöner Anblick in den Krater erwartete. Dann hiess es wieder «lange Autofahrt» zum nächsten Camp. Unterwegs nahmen wir in einem kleinen Dorf unseren Lunch ein. An dem Standort gab es noch ganz viele Bilder zum Kaufen. Wir vermuteten, dass wir extra den Lunch an dem Ort einnahmen, damit wir vielleicht da noch was kaufen.

Die Autofahrt dauerte 2 Stunden 15 und wie bereits erwähnt, sieht man in der Zeit keine Tiere, da die Fahrt nicht in den Parks stattfindet, sondern durch die Wohngegenden führt. Man sieht Häuser, oder besser gesagt Hütten, Verkaufsstände, Märkte, Motorräder, Dala Dalas, Frauen mit ihren Einkäufen auf dem Kopf tragend, Strassenhunde, öde und kahle Landschaften… Die letzte Nacht verbrachten wir in demselben Camp, wie die erste Nacht. Denn von da aus ist es dann am nächsten Tag nicht weit in den Park Lake Manyara. Die letzte Nacht im Zelt. Eigentlich ging es ganz gut und war besser, als ich mir das vorgestellt hatte. Und ich war auch ein wenig Stolz auf mich, dass ich ganz allein in einem Zelt im Nirgendwo geschlafen habe. Wenn man mir das vor Jahren gesagt hätte, dass ich das mal machen werde, hätte ich gelacht und gesagt «nie im Leben mache ich das».



20) Lake Manyara  Der Eingang in den Park «Lake Manyara» war sehr nah gelegen. Wir fuhren nur etwa 10 Minuten von unserem Camp aus. Kaum waren wir im Park, haben wir schon ganz viele fröhlich spielende Paviane gesehen. Die Landschaft in dem Park war komplett anders als die von gestern im Krater. Es war ein Park voller Bäume und Sträucher. Daher sah man die Tiere nicht sofort. Die Affen schon. Denn die sassen oft sogar mitten auf dem Weg. Ansonsten sahen wir in dem Park nicht so viele Tiere. Im Park fuhren wir an vielen Quellen und kleinen Bächen vorbei. Dies ist das Trinkwasser für die Tiere. Denn der See ist Salzwasser und dient den Tieren nicht als Trinkwasser. Im Park sahen wir 3 Giraffen, Elefanten und Zebras. Die Elefanten waren sehr nah und die eine Herde hatte ein ganz kleines Baby dabei, das vielleicht etwa einen Monat alt war. Die ganze Herde beschützte es und deckte es immer ab, so dass wir es gar nie richtig zu Gesicht bekamen. Es war schön zu sehen, wie die Elefantenfamilie das Kleine beschützte. Die Zebras sahen wir in der Nähe des Sees. Die Landschaft da war ganz speziell. Es hatte viele kahle und tote Bäume mit hellem Stamm. Da mittendrin waren die Zebras und farblich passten sie total gut zur Umgebung. Hier waren sie gut getarnt mit ihren Streifen. Ich konnte schöne Fotos machen von den Zebras. Ansonsten hat mir dieser Park am wenigsten gefallen. Wir sahen einfach zu wenig Tiere im Vergleich zu den anderen Parks. 3 Giraffen (auf einmal), unzählige Paviane und andere Affen, Elefanten und ein paar Zebras. Vielleicht war das aber auch nur Pech oder an dem Tag einfach so. Ich weiss es nicht. Jedenfalls würde ich diesen Park das nächste Mal auslassen und dafür lieber noch einen Tag länger in der Serengeti oder im Ngorongorokrater bleiben. Die Fahrt zurück vom Lake Manyara in unser Hostel in Arusha dauerte 1 Stunde und 30 Minuten. Ich freute mich auf mein Zimmer und das Bett und hoffte, dass es Strom gibt, so dass ich eine warme Dusche nehmen konnte.


21) Fazit Safari in Tansania

Die 5 Tages Safari in Tansania in 4 verschiedenen Parks war leider viel zu schnell wieder vorbei. Man verbringt sehr viel Zeit im Auto ohne Tiersichtungen. Aber die Parks sind einmalig und die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen ist einfach unglaublich. Ich wünschte mir einfach, noch mehr Zeit in den Parks verbringen zu können ohne diese langen «leeren Zeiten».  Die Landschaften haben mir super gefallen. Es gab so viel Verschiedenes zu sehen. Ich würde sofort wieder eine Safari in Tansania machen und bin überzeugt, dass ich nicht das letzte Mal da war.


Hier zusammengefasst noch Mals, welche Parks ich besucht habe:

  • Tarangire Nationalpark

  • Serengeti Nationalpark

  • Ngorongoro Krater Schutzgebiet und Weltkulturerbe

  • Lake Manyara Nationalpark


Es gibt aber auch noch den Arusha Nationalpark, den man besichtigen könnte. Der war in meinem Safari-Angebot nicht dabei. Eine Safari beim Lake Natron (liegt beim Great Rift Valley, östlicher Teil des Grabenbruches) wäre auch noch interessant gewesen. Und es gibt in Tansania noch weiter Nationalparks für Safaris. Diese sind jedoch zum Teil eher südlich gelegen und nicht in der Nähe von Arusha. Insgesamt hat Tansania 16 verschiedene Nationalparks verteilt im ganzen Land. Der grösste und bekannteste ist der Serengeti Nationalpark – die Heimat der Löwen…




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